FLOSSI-Linux-Install-Party zum Wintersemester-Start

Dein Computer arbeitet unzuverlässig oder startet nicht mehr?
Microsoft Office ist dir zu teuer?
Apple-Produkte sind für dich unbezahlbar?
Windows ist unbedienbar?
Du kommst nicht in das VPN der Uni?
Du bist von Werbung im Internet genervt?
Du bist unsicher bei Online-Datenschutz?
Dir fehlt noch praktische Software für das neue Semester?

Dann komm mit deinem Computer zur FLOSSI-Linux-Install-Party! Wir installieren dir kostenlos Linux und geben dir wertvolle Tipps.

Es gibt zwei Termine:
Donnerstag, 15. Oktober 2015 16:00 bis 20:00 vor H 2 (Hauptcampus)
und Montag, 26. Oktober 2015 ab 18:00 im Bistro (Bühler-Campus)

Auch alte Rechner, die z. B. gespendet werden sollen oder deren Betriebssystem nicht mehr funktioniert, werden mit Linux wieder frisch! Die Installation in anderen Sprachen ist ebenfalls kein Problem.

Ersatzteile

Da in der FLOSSI jede und jeder von uns Spaß am Nutzen von Computern hat, und darüber hinausgehend Modifizierungen an den eigenen Computern vornimmt, haben wir mit der Zeit ein großes Repertoire an Ersatzteilen gesammelt. Mit der Hardware soll aber möglichst noch mehr geschehen, als dass sie in irgendwelchen Boxen verstaubt! Wenn es jemanden gibt, der vor allem Spaß am Zusammenbauen eines alten Desktop-Computers hätte, für denjenigen hätten wir AGP-Grafikkarten, SDR SDRAM, PCI-Steckkarten für Netzwerk und Sound, Diskettenlaufwerke, antike Verbindungskabel und vieles mehr.

Das sind alles Bauteile, die in Computern um den Milleniumswechsel Standard waren, doch mittlerweile haben sich die Steckplätze auf den Platinen verändert und sind nicht mehr kompatibel zu älteren Bauweisen. Die Technik schreitet natürlich voran, doch gerade ein alter Desktop-Computer kann seinem Nutzer viel Spaß bereiten. Einerseits durch die Möglichkeit, seinen Computer selbst zu reparieren, andererseits durch die hohe Zuverlässigkeit der Maschine, die seit vielen Jahren ihren Dienst erledigt. Natürlich ist die Rechenleistung der Computer seit Beginn ihrer Existenz gestiegen (jedes moderne Telefon hat heutzutage mehr Rechenpower als die Computer von 1999). Die Frage ist nur, wofür die ganze Power benötigt wird. Ein moderner Computer kommt unter anderem durch drei Dinge an seine Leistungsgrenze: Zocken, Videoschnitt und das überfrachtete, von Schadsoftware verseuchte Betriebssystem des Marktführers. Jetzt fragen sich möglicherweise die Computernutzer, die keine Computerspiele besitzen und keine Videos schneiden: „Mein Computer hat also zu viel Rechenleistung, die gar nicht nötig ist?“ Genau so ist es. Wenn zu den Aufgaben eines Computers das Abrufen von Mails, Surfen im Intnernet, Schreiben von Texten, sowie das Abspielen von Tönen und bewegten Bildern gehört, dann kann auch ein 10 Jahre alter Computer diese Dienste verrichten, ohne zu ruckeln und zu zuckeln.

Stellt sich nur die Frage nach dem Betriebssystem… nun, wir wissen jedenfalls, dass Microsofts heutiges Windows nicht dazu beiträgt, ältere Hardware funktionstüchtig zu unterstützen. Eine passende Linux-Distribution ist die bessere Wahl zum Arbeiten, da sie die Ressourcen des Computers besser nutzt, und aktuelle Programme beinhaltet, mit denen die oben erwähnten Aufgaben (z.B. Mails, Internet, Texte, Multimedia) besser erledigt werden können. So muss man seinen alten Computer nicht gleich wegschmeißen, wenn sein überfrachtetes Windows ihn gekillt hat, sondern kann einen anderen Weg einschlagen, den Weg zu Linux.

Nochmal zurück zu den Bauteilen: Falls ihr betagtere Hardware sucht, schreibt uns eine Mail und besucht uns doch bei unseren FLOSSI-Treffen, die hier auf der Webseite angekündigt werden. Preise gibt es nicht: Linux ist kostenlos, also sind es unsere Steckkarten auch, sofern du etwas Sinnvolles damit anstellen kannst.

Chaos Communication Camp 2015

Letztes Wochenende fand das Chaos Communication Camp in der Nähe von Berlin statt. Bei Zeit Online gibt es einen schönen Artikel darüber und alle Videos sind auf den Seiten des CCC zu finden.

Natürlich berichteten auch Heise und viele andere Medien.

Für eine bessere Vorstellung davon, was das Camp ist, empfehlen sich die entsprechenden Einträge im Events-Blog, die Eröffnungsworte, die Freak-Show-Ausgabe vom Camp, die Logbuch-Netzpolitik-Ausgabe vom Camp, der Infrastruktur-Bericht und die Abschlussworte.

Vertiefende Informationen befinden sich im dazugehörigen Wiki.

Es gibt eine Karte des Camp-Geländes, auf dem zwischendurch noch ein Gewitter für ein besonderes Camperlebnis sorgte.

Linux verbraucht weniger Strom

Wir von der FLOSSI haben letztens mit einem Strommessgerät einige Verbrauchswerte von Computern erhoben und haben festgestellt, dass sich der Verbrauch je nach installiertem Betriebssystem unterscheidet. Dabei ergab sich, dass der Computer weniger Strom verbraucht, wenn Linux darauf installiert ist.

Die Hardware des Computers blieb dabei unverändert. Die Entdeckung wurde an einem Biostar-M6VBE-Mainboard gemacht, auf dem ein zuverlässiger Pentium-3-Prozessor mit 600 MHz läuft. Der Computer verbraucht nach dem kompletten Hochfahren des Betriebssystems 44W (Watt), sofern Windows installiert ist. Unter Linux waren es nach demselben Vorgang nur 34W! Das liegt vor allem daran, dass das Windows mittlerweile stark in seiner Größe aufgebläht wurde und haufenweise Dienste im Hintergrund laufen, die dem Computer mehr Power abverlangen. Der Stromverbrauch steigt dadurch, dass der Prozessor „ins Schwitzen kommt“. Linux bietet einem die Möglichkeit, sich eine leichte Linux-Version zu installieren, die dann sogar noch besser mit den Aufgaben des heutigen Internets klarkommt, ohne unnötige Dienste im Hintergrund laufen zu lassen. Wer weiß schon, was die unnötigen Dienste unter Windows so alles machen?

Dieser Text wurde an dem oben erwähnten Pentium-3-Computer online gestellt, dessen Baujahr 1999 datiert. Die verwendete Linux-Distribution ist Salix OS, mit dem selbst eine alte Maschine alle Aufgaben des modernen Internets erledigen kann. 16 Jahre sind eine Menge Holz… aber jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es sich lohnt, sparsam mit der Ressource „Computer“ umzugehen.

Blender und Cosmos Laundromat

Manche von euch kennen vielleicht Blender. Blender ist eine freie Animationssoftware, mit der man sehr viel schöne Dinge anstellen kann. Außerdem macht die Foundation immer wieder Filme, um die Funktionalität der Software zu demonstrieren. Es gibt jetzt einen Trailer zum neuen Film Cosmos Laundromat.

Der Vollständigkeit halber die alten Filme nochmal:

Die Filme sind sehr sehenswert und zeigen, dass sich Kreativität und freie Software sehr gut ergänzen 😉

Freie Software in Schulen, Universitäten und weitere öffentliche Einrichtungen!

Richard Stallman hat in seinem Vortrag auf dem 31C3 u. a. dargelegt, warum insbesondere Schulen ausschließlich freie Software einsetzen sollten, damit sich eine frei denkende, demokratisch agierende Gesellschaft entwickeln kann. Sehr sehenswert und passend zu den hier kürzlich verlinkten Erläuterungen von Julian Assange zu Kulturimperialismus:

Assange: They are also exporting a specific mindset of culture. You can use the old term of „cultural imperialism“ or call it the „Disneylandization“ of the Internet. Maybe „digital colonization“ is the best terminology.

SPIEGEL: What does this „colonization“ look like?

Assange: These corporations establish new societal rules about what activities are permitted and what information can be transmitted. Right down to how much nipple you can show. Down to really basic matters, which are normally a function of public debate and parliaments making laws. Once something becomes sufficiently controversial, it’s banned by these organizations. Or, even if it is not so controversial, but it affects the interests that they’re close to, then it’s banned or partially banned or just not promoted.

SPIEGEL: So in the long run, cultural diversity is endangered?

Assange: The long-term effect is a tendency towards conformity, because controversy is eliminated. An American mindset is being fostered and spread to the rest of the world because they find this mindset to be uncontroversial among themselves. That is literally a type of digital colonialism; non-US cultures are being colonized by a mindset of what is tolerable to the staff and investors of a few Silicon Valley companies. The cultural standard of what is a taboo and what is not becomes a US standard, where US exceptionalism is uncontroversial.

Es gibt bereits weltweit gar nicht so wenige öffentliche Einrichtungen, die mit gutem Beispiel vorangehen und freie Software einsetzen. Mehr davon!

Leider gehört unsere Uni nicht dazu. In den Poolräumen wird man von Malware gegängelt (Windows), überteuerte heiße Luft aus dem Marketinggebläse Apple wird besonders gefördert, den Studis im FB 4 werden M$-Produkte (gegen Preisgabe personenbezogener Daten) ins Gesäß geschoben (Kompatibilitätsprobleme stets inbegriffen) und Softwarebedarfe von Studis für das Studium werden allzu gern ignoriert. Nebenbei leiden die Institute darunter, dass sie Lizenzen für allerlei kommerzielle Software verwalten und bezahlen müssen, weil das RZ den Mitarbeitern keinen Support für freie Software anbieten will.

Schluss mit unbenutzbarem, datenhungrigem Firlefanz, unnötigen Kosten, Abhängigkeiten und Bevormundung! Freie Software für freie Menschen von Anfang an – erst recht in allen Bildungs- und Forschungseinrichtungen!

 

Aus aktuellem Anlass:

Ich lese Netzpolitik.org seit vielen Jahren und verlinke deren Scoops gerne und häufig!!! (Quelle)

Weitere Infos gibt es unter Netzpolitik.org oder Landesverrat.org und eine schöne Linksammlung bei Bildblog.

Wenn jemand spenden will (ich glaube, sie haben es jetzt nötig):

Inhaber: netzpolitik.org e. V.
Konto: 1149278400
BLZ: 43060967 (GLS Bank)
IBAN: DE62430609671149278400
BIC: GENODEM1GLS
Zweck: Spende netzpolitik.org

Offener Brief zum Thema Künstliche Intelligenz und Waffen

Eine Gruppe von Wissenschaftler*innen und weiteren Expert*innen veröffentlichte einen offenen Brief, bei dem es darum geht, Erkenntnisse aus der Forschung der Künstlichen Intelligenz nicht als Waffentechnik zu nutzen. Insbesondere wird vor einem Wettrüsten gewarnt:

„Starting a military AI arms race is a bad idea, and should be prevented by a ban on offensive autonomous weapons beyond meaningful human control.“

Wer sich das Ende eines solchen Wettrüstens ansehen will, kann ja schonmal Matrix oder Terminator schauen.