Desktops

Oft regen sich Menschen in Foren darüber auf, dass es so viele verschiedene Benutzeroberflächen für Linux gibt. Sie stellen dann die Frage, worum sie die ganzen Leuten nicht zusammensetzen und eine perfekte programmieren. Meine kurze Antwort auf diese Frage ist: Weil alles andere langweilig ist und man es kann! Die länger folgt in diesem Text.

Zum einen ist es wichtig, zu unterscheiden zwischen dem Betriebssystem (also dem, was wirklich mit der Hardware kommuniziert) und der Oberfläche. Diese ist zwar Teil eines Betriebssystems, allerdings nicht das Betriebssystem. Wenn Menschen Windows oder MAC OS toll finden, meinen sie meistens die Oberfläche, nicht das eigentliche System.

Linux bietet als einziges Betriebssystem die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche komplett anzupassen. Wenn euch die Oberfläche nicht gefällt, könnt ihr einfach eine neue installieren und ausprobieren, mit welcher ihr besser zurechtkommt. Alle können sich ein System anpassen, wie es den Bedürfnissen am besten entspricht.

Alle Menschen sind verschieden, so funktionieren auch die verschiedenen Oberflächen. Manche sind für ältere Rechner geeignet, die nicht so viel Leistung mitbringen, andere für eine Bedienung vor allem mit der Tastatur, andere für eine Bedienung mit der Maus, manche sind besonders hübsch, manche sehen so ähnlich aus wie Windows, um den Umstieg leichter zu machen. Ihr seht, es gibt sehr viele Möglichkeiten.

Durch die freie Architektur, also dass alle den Code anpassen können, wie sie wollen, wird genau dies möglich. Bei Windows oder MacOS ist man immer dem Hersteller ausgeliefert in der Hoffnung, dass die Firma genug Geld für Menschen ausgibt, die sich mit guter Benutzbarkeit auskennen.

Ich nutze zurzeit Gnome, weil es mir grafisch sehr gefällt und es sich sehr gut mit der Tastatur bedienen lässt. Ein weitere sehr schöner Desktop ist Enlightenment, der quasi komplett frei konfigurierbar ist. Für Einsteiger eignen sich Mate und Cinnamon, für alte Rechner XFCE und LXDE. Die Links führen auf Distributionen, die alle auf Ubuntu basieren und die entsprechende Oberfläche einsetzen. Alles sind eher Distributionen für Einsteiger. Ubuntu verwendet eine eigene Oberfläche, die jedoch meiner Meinung nach etwas gewöhnungsbedürftig ist.