Datensicherung

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, seine Daten irgendwann irgenwie einmal zu sichern. Doch richtig Gedanken darüber macht man sich meistens eher nicht. Man lässt ab und zu eine Sicherung durchlaufen und hofft, dass wenn mal eine Festplatte kaputtgeht, man irgendwo noch eine Sicherung offenliegen hat. Eine sehr bequeme Art der Sicherung ist natürlich die Cloud. Allerdings sollte seit Snowden klar sein, dass dies keine Alternative darstellt und bei großen Datenmengen kommt dies auch an seine Grenzen. Im folgenden möchte ich ein sehr schönes Tool vorstellen, mit dem Daten komfortabel gesichert werdern können. Das Tool heißt rsync, läuft auf allen Systemen und kann auch über eine Kommandozeile bedient werden. Ich persönlich nutze grsync als GUI, es gibt aber auch noch andere.

Vorteil eines solchen Tools ist, dass ihr euch nicht darum kümmern müsst, welche Dateien neu und welche alt sind, sondern das Tool überprüft alle und schaut nach, welche kopiert werden müssen oder nicht. Meine persönliche Erfahrung mit solchen Tools ist, dass diese meistens viel zu viele Funktionen haben, die zumindest ich nicht nutze, deshalb nutze ich ein einfaches Tool.

Und wie sichere ich meine Daten? Zum einen habe ich meine Daten eingeteilt in zwei Gruppen: Daten, die sich oft ändern (z.B. für die Uni) und Daten, die sich weniger häufig ändern (z.B. Musik, Bilder usw.)

Die Daten, die sich häufig ändern, sichere ich einmal die Woche auf einen USB-Stick, weil ein Ausfall hier sehr schmerzvoll wäre. Daten, die sich weniger häufig ändern, sichere ich auf zwei externe Festplatten (es könnte ja immer sein, dass eine ausfällt). Zur Sicherheit sichere ich natürlich auch meine Daten, die sich häufig ändern auf diese Festplatten. Dadurch habe ich alle Daten mindestens doppelt gesichert und kann davon ausgehen, dass die Daten auch nicht weg sind, wenn einmal eine Festplatte oder ein USB-Stick ausfällt. Eine Synchronisation meiner Uni-Daten dauert ca. 5-10 Minuten, bei den Festplatten natürlich länger. Da das Tool jedoch nur Dateien kopiert, die sich geändert haben, ist der Zeitaufwand überschaubar und der PC macht dies von allein, man kann in der Zwischenzeit etwas Sinnvolleres tun.

Zum Schluss eine kleine finanzielle Kalkulation:

Ein Account bei Dropbox Pro kostet 9,99€ im Monat. Dafür bekommt man 1TB Speicher. Das macht im Jahr 120€ und wenn ich nicht mehr zahle oder kein Internet habe (was immer vorkommen kann), habe ich keinen Zugriff mehr auf meine Daten. Eine externe Festplatte mit 1TB Speicher kostet ungefähr 70€.Ein USB-Stick mit 32GB Speicher kostet ca 15€.

Somit bezahle ich einmalig 155€ und habe dafür die Speichermedien zuhause, kann sie auch überall mitnehmen (USB-Sticks sind klein genug und selbst die Festplatten passen bequem in eine kleine Tasche). Dafür bekomme ich bei Dropbox gerade einmal 15 Monate Speicherplatz und jeder kann meine Daten mitlesen.