Betriebssysteme

Im folgenden Artikel will ich ein paar Grundlagen über Betriebssysteme vermitteln und auch ein paar Eigenheiten von Linux-Systemen vorstellen. Der Fokus liegt dabei auf Ubuntu, bzw. Ubuntu-Derivaten wie Linux Mint.

Bits: Es gibt immer eine Version für 32bit-Systeme und 64bit-Systeme. Generell gilt: Wenn ihr euch unsicher seid, welche Version auf eurem Rechner läuft, nehmt die 32bit-Version. Allerdings können diese Systeme nicht mehr als 3Gb Arbeitsspeicher verwalten. Also schaut am besten unter Systemsteuerung > System nach, wie viel Arbeitsspeicher euer Rechner hat. Wenn es mehr als 3gb sind, nehmt die 64bit-Version, ansonsten die 32bit Version

DualBoot: Das bedeutet, das zwei Betriebssysteme auf eurem Rechner installiert sind. Vorteil davon ist, dass ihr bei Bedarf auf das andere Betriebssystem wechseln könnt und damit die Vorteile von beiden Systemen habt.

Support bei Linux-Systemen: Bei Microsoft ist dies sehr einfach geregelt: Ihr kauft eine Version (z.B. Windows XP) und nach einem gewissen Zeitpunkt gibt es keine Updates mehr und ihr müsst ein neues Betriebssystem kaufen. Den Linux-Entwicklern ist es wichtig, die Nutzer möglichst lange mit Updates zu versorgen. Bei Ubuntu gibt es deshalb alle 6 Monate ein großes Update, so ähnlich wie ein Service Pack für Windows. Gleichzeitig gibt es dann jedoch für die alte Version später keine Updates mehr, ihr müsst also updaten von einer alten Version (in der Regel werden die Versionen 9 Monate mit Updates versorgt). Ausnahmen sind die sogenannten LTS-Versionen. Diese sind v.a. für Server und professionelle Anwendungen gedacht und bekommen 5 Jahre lang Updates. Wenn ihr also 5 Jahre lang Ruhe haben wollt, nehmt eine LTS-Version. Die aktuelle Ubuntu-Version 14.04 ist übrigens eine LTS-Version, der Zeitpunkt für einen Umstieg ist also günstig.

Updates: Unter Linux könnt ihr euer ganzes System auf einmal updaten. Ihr müsst nicht jedes Programm öffnen und prüfen, ob Updates verfügbar sind. Das übernimmt alles Linux für euch. Ihr müsst nur das Update für das Betriebssystem ausführen und schon sind auch alle Programme wieder aktuell.

Derivate/Distributionen: Ein Linux-Betriebssystem wird auch als Distribution bezeichnet. Da der Quelltext offen ist, kann theoretisch jeder seine eigene Linux-Distribution machen. Außerdem kommt es auch oft vor, dass jemand eine bereits vorhandene Distribution nimmt und dann eine eigene Version davon erstellt, so etwas nennt man dann „Derivat“. Linux Mint ist z.B. ein Derivat von Ubuntu, was bedeutet, dass alle Programme, die auf Ubuntu funktionieren, auch auf Linux Mint funktionieren. Eine Übersicht über die beliebtesten Distributionen gibt es unter distrowatch.com.