Urteil zu Website-Nutzer-Stalking-Programm Piwik

Wenn Websitebetreiber das Analysetool Piwik (Eigenwerbung) einsetzen, müssen sie deutlich erkennbar darauf hinweisen und eine Opt-Out-Möglichkeit bieten. Das IT-Informationsportal Golem schreibt in einem lesenwerten Artikel:

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Das Datenzentrum kam zu dem Schluss: „Die Wiedererkennbarkeit von Internetnutzern hängt zudem nicht unbedingt an der IP-Adresse, sondern kann mit überraschend großer Zuverlässigkeit auch über andere Werte vorgenommen werden.“

In seinem Urteil übernimmt das Gericht diese Auffassung. Aufgrund dieser Piwik-Funktion müsse der Webseitenbetreiber deutlich auf die Widerspruchsmöglichkeit der Analyse hinweisen, schreiben die Richter. Möglich sei ein Pop-up oder ein „deutlich hervorgehobener Hinweis mit einem Hyperlink auf der Startseite“. Es sei nicht ausreichend, wie im konkreten Fall, die Datenschutzbestimmungen auf der Kontaktseite zu platzieren. Laut Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein wird der Widerspruch bei Piwik „in Form eines Opt-out-Cookies abgelegt, so dass beispielsweise nach einem Löschen aller Cookies das Opt-out erneut erklärt werden muss.“

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Hinweise des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein

Die FLOSSI wird nie ihre Besucher oder Mitglieder derart ausspionieren.